Neurodermitis bei einem Kleinkind

Hilfe bei Neurodermitis – Eine Behandlung kann immer nur individuell erfolgen

Wir fliegen zum Mond und zum Mars. Wir berechnen die Umlaufbahn des Jupiters und konstruieren Zeitmesser, die in 13,8 Milliarden Jahren exakt eine Sekunde vorgehen. Und Zuhause stehen wir immer noch vor Ungereimtheiten, die nur vage erklärt werden können.

Unter der Rubrik der vielen Fragezeichen unseres Wissens, fällt die nicht ansteckende, aber chronische Hauterkrankung Neurodermitis.

Sie bricht im frühen Kindesalter aus und äußert sich durch Hautausschlag in Form von geröteten Hautstellen Schuppen und nässende Bläschenbildung.

Das äußere Erscheinungsbild der Haut ist die ausschließliche Grundlage einer Diagnose. Das Krankheitsbild wird durch Haupt- und Nebenkriterien geprägt. Man spricht von einem typischen Verteilungsmuster der Ekzeme und einer atopischen Erkrankung, die anlagebedingt oder durch Umweltreize hervorgerufen wird. Was in frühester Kindheit mit entzündeten Kniekehlen oder Ellenbeugen beginnt, verteilt sich nach der Pubertät diffus über den ganzen Körper.

Linderung ja – Heilung nein!

Die Ursachen der Hautkrankheit Neurodermitis sind medizinisch nicht steuerbar.

Somit kann auch keine Vorsorge stattfinden.

Menschen mit Neurodermitis haben einen ganz besonders empfindlichen Hauttyp der zu Allergien neigt. Bei guter Pflege und einem guten Krankheitsverlauf ohne häufige Schübe, kann Neurodermitis ein Leben lang mehr oder weniger erscheinungsfrei gehalten werden. Ganz ausgeheilt werden kann Neurodermitis nicht.

Die Haut ist Spiegelbild unserer Seele. Bei Stress oder anderem psychischen Druck ist häufig mit einer deutlichen Verschlechterung des Krankheitsbildes zu rechnen.

Wachsamer Umgang mit den Allergieauslösern

Generell gehören Menschen mit Neurodermitis in die Hände von Hautspezialisten. Um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und schwere Schübe einzudämmen und zu verringern, bleibt dem Patienten ‘nur’ der wachsame Umgang mit seiner Krankheit. Darunter fallen seelische Ausgeglichenheit ebenso, wie die Meidung etwaiger Allergieauslöser, – auch bei der Kleidung – und nicht zuletzt die Pflege der Haut mit wässrigen oder fettigen Cremes. Die jeweilige Anwendung von Salben und Cremes wird vom aktuellen Zustand der Haut vorgegeben. Und das sollten Sie den Facharzt entscheiden lassen.

Was kann man denn nun bei tun?

Es gibt in der Tat einige Produkte, die die Lebensqualität steigern, wie bspw einen Neurodermitisanzug oder Entlastungsverbände.

Beitragsbild: Bernd Untiedt, Quelle: Wikimedia Commons, creative commons BY-SA 3.0

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